Duktus, der individuelle Zeichen- oder Malstil eines Künstlers, verleiht einem Werk unverwechselbaren und einzigartigen Charakter. Architekturzeichnungen spiegeln die Handschrift des Architekten und seine persönliche Art des kreativen und künstlerischen Ausdrucks wider.

Nicht die dargestellte Architektur, sondern die Art der Darstellung des Entwurfs soll in dieser Ausstellung im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Die gezeigte Auswahl an Zeichnungen des 20. Jahrhunderts bietet einen ausschnitthaften Einblick in die unterschiedlichen Techniken, Materialien und Bildkompositionen, die dem Architekten zur Verfügung stehen.

DUKTUS-Ausstellungsplakat.

Diese verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten sind im Laufe der Jahrzehnte verschiedenen Vorlieben und Moden unterworfen. Seit den 1990er Jahren entstehen Entwürfe jedoch nahezu ausschließlich am Computer und durchlaufen keinen manuellen Prozess mehr.

Die Ausstellung verzichtet bewusst sowohl auf eine chronologische Hängung als auch auf unmittelbare Informationen am Objekt. Das Ziel ist es, sich ganz auf die Zeichnung und ihre Einzigartigkeit einzulassen und es wird angeregt, selbst eine Einordnung nach verschiedenen Kriterien hinsichtlich Entstehungszeit, Stil, Perspektive oder Technik zu versuchen. In dem Flyer zur Ausstellung können die Daten nachgelesen und die eigenen Deutungen überprüft werden.

Kuratiert wurde die Ausstellung von jungen Wissenschaftlern aus den Bereichen Kunstgeschichte und Architektur, die die Chance hatten, sich mit einem neuen, unvoreingenommenen Blick der Sammlung zu nähern und dadurch neben alten Bekannten auch ganz neue Kunstwerke aus dem Depot geholt haben:

Kuratoren:

Mitwirkende: